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Zeichnung: Aufgewachsen im Rudel – Karakachan mit Vater und Schäferhund-Tante Zeichnung: Karakachan-Rudel beim Aufwachsen auf dem Hof Zeichnung: Schäferhund-Tante mit dem Karakachan-Rudel auf dem Hof

Aufgewachsen im Rudel.

Mit Vater und einer Schäferhund-Tante.

Rah und Sun heute

Jeden Morgen, wenn ich rausgehe, nehme ich meine Hunde erstmal auf den Arm. 40 Kilo. Sie bekommen dabei einen Gesichtsausdruck wie kleine Welpen. Dieses Ritual ist Teil der Erziehung — und gleichzeitig der Beweis, wie wertvoll sie ist.

Wie sie das geworden sind

Als meine Karakachans noch klein waren und sich das erste Mal richtig um Futter gestritten haben, ließ ich sie zunächst gewähren. Allerdings entwickelte sich die Situation ungewöhnlich heftig. Und dauerte an. Ich musste tatsächlich eingreifen! Aus meiner Zeit als Hundetrainer weiß ich, dass man den richtigen Moment abwarten und dann blitzschnell handeln muss. Ich packte einen am Halsansatz und hinten am Fell über der Hüfte und hob ihn hoch — ein paar Schritte wegtragen, absetzen, dazwischenstellen. Sofort war Ruhe. Ich greife — wenn nötig — aktiv und entschieden in die Gruppendynamik ein: Unerwünschtes Verhalten von Bullies korrigieren, Zurückhaltende ermutigen. Keiner wird zurückgelassen.

Warum das funktioniert

Besonders wertvoll ist, dass meine Welpen mit meinem Schäferhund und ihrem Vater aufwachsen — das ist heutzutage extrem selten. Wenn von Anfang an ein alter, erfahrener Rüde und eine Tante dabei sind, werden die Welpen viel ausgeglichener, als wenn sie nur mit der oft überforderten Mutter und ihren Geschwistern zusammen sind. Das dient auch dem Schutz der Mutter und verhindert, dass sie die Motivation verliert und sich zurückzieht.

Was du bekommst

Wenn ich meine Welpen abgebe, werden sie sich alles gefallen lassen. Tägliche Pflegeroutine wie Ohren saubermachen, Zähne/Pfoten kontrollieren, bürsten(!). Ich werde mit ihnen zum Tierarzt fahren, einfach ohne große Untersuchung, nur um sie auf den Tisch zu stellen und Hallo zu sagen. Gewöhnung, wie bei jedem anderen Hund auch. Und ich möchte sie in der Welpenspielstunde in unserem Verein mit anderen Rassen bekannt machen.

Die ersten Kapitel

So ein Junghund ist wie die Einleitung eines Buches. Die ersten Kapitel sind gut geworden — aber wie das Buch ausgeht, schreibst du weiter.

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