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Zeichnung: Rah mit Tante und Welpen

Das sind ganz normale Hunde.

Rechtlich gesehen — wie ein Labrador.

Kurz gesagt

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Auf dem Papier

Landesebene: kein Listenhund in Deutschland

Der Karakachan (Bulgarischer Hirtenhund) ist in keinem der 16 Bundesländer ein sogenannter Kategorie- oder Listenhund. Das heißt: keine rassespezifische Erlaubnispflicht, kein staatlich vorgeschriebener Wesenstest, kein genereller Leinen- oder Maulkorbzwang.

Aber auch der Karakachan kann von allgemeinen Regelungen für große, kräftige Hunde betroffen sein — zum Beispiel von der 20/40-Verordnung in Nordrhein-Westfalen.

Kommunale Prüfung: das klärst du vor Ort

Landesrecht und kommunales Recht sind zwei verschiedene Dinge. Das Hundesteuerrecht liegt bei den einzelnen Städten und Gemeinden. Kommunen können in ihren Hundesteuersatzungen eigene Rasselisten für eine erhöhte Kampfhundesteuer festlegen — und das ist unabhängig davon, was das Landesrecht sagt.

Der Karakachan ist in vereinzelten kommunalen Satzungen namentlich aufgeführt worden. Deshalb gilt: vor dem Kauf direkt bei deiner Gemeinde nachfragen, wie die Rasse dort eingestuft ist und welcher Steuersatz gilt. Das ist ein kurzer Anruf beim Ordnungsamt — und eine Information, die du haben solltest.

Landwirtschaftliches Privileg: andere Ausgangslage für Betriebe

Wer den Karakachan auf einem Pferdehof oder landwirtschaftlichen Betrieb aktiv als Herdenschutzhund einsetzt, hat rechtlich und finanziell eine deutlich bessere Ausgangslage.

Steuerbefreiung für Arbeitshunde: Die meisten Gemeinden befreien in ihren Satzungen Hunde vollständig von der Hundesteuer — oder gewähren eine erhebliche Ermäßigung — wenn die Tiere zum Schutz von Nutztierbeständen oder zur Bewachung landwirtschaftlicher Betriebsstätten zwingend notwendig sind. Das gilt in der Regel auch dann, wenn die Gemeinde die Rasse eigentlich als steuerpflichtig führt.

Haftungserleichterung nach § 833 Satz 2 BGB: Private Halter haften für Schäden ihres Hundes grundsätzlich verschuldensunabhängig — das ist die Gefährdungshaftung. Für gewerbliche Betriebe und landwirtschaftliche Nutztierhalter greift dagegen das sogenannte Nutztierprivileg nach § 833 Satz 2 BGB. Verursacht der arbeitende Herdenschutzhund im Dienst einen Schaden, entfällt die Haftung des Betriebsleiters, sofern er nachweisen kann, dass er bei Haltung und Zäunung die im Verkehr erforderliche Sorgfalt eingehalten hat.

Haltung im Einsatz: was draußen auf der Koppel gilt

Wer den Karakachan draußen auf der Weide oder Koppel als Herdenschutzhund einsetzt, muss die Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung einhalten. Dazu zählen unter anderem ein witterungsgeschützter, wärmegedämmter Liegeplatz für die Ruhezeiten, Regeln zum Abstand zu stromführenden Weidezäunen und Einschränkungen bei der Anbindehaltung. Was im Detail gilt — und ob deine Fläche dafür passt —, klärst du am besten vorab, im Zweifel mit fachlicher oder rechtlicher Beratung. Das können wir hier nicht abschließend beantworten.

Das ist keine Rechtsberatung — nur, was ich recherchiert habe. Was bei dir vor Ort tatsächlich gilt, prüfst du am besten selbst bei deiner Gemeinde.

Züchter und Landwirt

Ich bin Pferdetrainer und -züchter, Landwirt, Jäger und habe einen Greifvogel-Sachkundenachweis. Das Thema Wolf kenne ich deswegen nicht nur aus Talkshows.

Es ist mir wichtig, es richtig zu machen, und deshalb habe ich von mir aus Kontakt mit dem Bundeszentrum Weidetiere und Wolf aufgenommen.

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